Eine Reise durch das Orchester

Wir stellen uns vor, indem wir Sie zu einer kleinen Rundreise durch unser Orchester entführen.

 

Foto: Christel Kuke
Foto: Christel Kuke
 

Die Klarinetten

"Ach wenn wir nur clarinetti hätten!" schrieb Mozart 1778. Wir haben Mozarts Traum wahr gemacht und kurzerhand die Geigen eines Sinfonieorchesters durch diese schwarz-silbernen Wesen ausgetauscht. Ein oder zwei Klarinetten in der drittletzten Reihe? Nicht mit uns!

Auch in groß und mit eleganter Biegung sind Clarinetti bei uns zugegen: Als Alt- und Bassklarinette mischen sie ihre warmen menschlichen Töne unter die Saxophone und die Bässe. Der Walking Bass, die harmonische Zweisamkeit mit dem Fagott, die Vertretung des Waldhorns oder des Cellos stehen ihr gut zu Gesicht.

Kompliziert ist die Klarinette, denn will man verstehen, warum nicht die Oktave, sondern die Duodezime (bitte, was?) die Fingersätze bestimmt, landet man tief in der Welt der Physik zylindrischer und konischer hohler Körper und der Obertöne.

Aber was, was liebte Herr Mozart denn nun an den Clarinetti?

Kommen Sie und lauschen Sie selbst! Ab und an nämlich hat die Klarinette auch ihren großen Auftritt und singt, weint und jubelt ganz rein und allein. Denn: "Wer die Klarinette seelenvoll bläst, scheint der ganzen Welt, den himmlischen Wesen selbst eine Liebeserklärung zu machen." (C. D. Schubart 1784).

 

(Anna Kochan, Miriam Ewald, Anja Kappeler)

Foto: Christel Kuke
Foto: Christel Kuke

Wir Saxophone, das Holz im Blechkleid

Die Quizfrage, zu welcher Instrumentengruppe wir gehören, würden wahrscheinlich einige Menschen falsch beantworten. Unser augenfälliges Material ist Metall. Ausschlaggebend für die richtige Beantwortung der Frage ist aber, wie wir angeblasen werden. Dazu benötigen wir ein Mundstück und ein passendes Rohrblatt. Wegen des Rohrblatts gehören wir zu den Holzblasinstrumenten.

Mit den Klappen decken wir die Löcher zur Erzeugung des gewünschten Tons ab. Aber nicht unsere Klappen sind es, die den Klang erzeugen, sondern die Harmonie von Mund, richtigem Zungenschlag (Ansatz) und der Körperspannung der Spielerin. Sie ist als Stütze unerlässlich für einen guten Ton. Wir klingen cool, jazzig, voll, weich, laut oder auch ganz sanft und leise.

1846 begründete unser Erfinder (Adolphe Sax) unsere Daseinsberechtigung in seinem Patentantrag mit dem Fehlen gut klingender Holzblasinstrumente in den tiefen Lagen.

Wie er dann die Existenzberechtigung von Sopran- und Sopraninosaxophon erklärte, ist nicht überliefert.

Erst durch uns bekam der Jazz seinen besonderen Pfiff. Auch in vielen anderen Musikrichtungen werden wir gerne zu Gehör gebracht. In unserem Orchester haben wir unser Zuhause im Alt, Tenor und Bariton. Jedoch sind wir auch für Sopransaxophone offen.

Wegen unserer klanglichen Vielfalt verwandeln wir uns im Orchester auch manchmal in Streichinstrumente. Die Alt- und Tenorsaxophone hören dann die Aufforderung: „Du bist jetzt eine Bratsche oder du sollst jetzt wie ein Cello klingen.“ Ich, das Altsaxophon, darf auch manchmal wie ein Waldhorn tönen. Der Walkingbass wird von mir, dem Baritonsaxophon, übernommen und ein Sopransaxophon wird ganz fix zur Oboe.

Man könnte auch sagen, wir Saxophone sind die Chamäleons des Orchesters.

(Astrid-Josta Schmidt. Andrea Böhm, Silke Klieboldt)

Foto: Christel Kuke
Foto: Christel Kuke

Die Flöten

 

Wir sieben Flöten, groß und klein

sind stets da, stimmen uns ein.

 

Wir alle sind im „hohen Holz“

und doch auf unser Silber stolz.

 

Nur Piccolo, das kleinste Rohr

ist aus Holz und sticht hervor.

 

Unsere kleinste Spielerin

kriegt die höchsten Töne hin!

 

Eine Flöte spielt ganz quer

gibt sich als Oboe her!

 

Wir pfeifen alle kreuz und quer,

Harmonie ist manchmal schwer.

 

Dann basteln wir an unserem Klang,

damit er klingt wie ein Gesang.

 

Jung und alt sind hier vereint,

was den größten Abstand meint!

 

Flötenton sei helles Blau-

Kandinsky wusste es genau.

 

So sind wir ganz besonders stolz:

das Blau gehört dem „hohen Holz“.

 

Der Farb-Ton Holz mit Blech verbindet,

wovon auch unsere Kleidung kündet.

 

(Agnes Wallner, Anna Koll, Erika Hamilton, Irene Reinhold, Marion Rodenwald, Sigrid Winz, Stephanie Sachtleben)

Foto: Christel Kuke
Foto: Christel Kuke

Die Trompete
In einem Orchester sollte die Trompete nicht fehlen. Meine moderne Geschichte beginnt so etwa um 1400. Vorher hatte ich zahlreiche andere Namen und Formen. Normalerweise bin ich ein langes Messingrohr. Durch eine geniale Erfindung hat man mich in Schlaufenform ausgebildet, so dass ich ein handliches Instrument geworden bin. Mit nur 3 Ventilen bzw. Klappen kann ich neben den Naturtönen in Ganz- und Halbtonschritten auch in tiefen Lagen melodiefähig sein. Auch die höheren Töne kann ich musikalisch ausgiebig nutzen. Joseph Haydn setzte mit seinem berühmt gewordenen Konzert für Klappentrompeten ein Denkmal. Meine musikalische Beweglichkeit ist ein hell-strahlender, festlich-schmetternder Klang.

 

Guten Tag, ich bin die Posaune.

Im Orchester bin ich als die Grand Dame des Blechregisters bekannt. Wenn man mich auszieht, bin ich über zwei Meter lang.
Meine Fülle und der satte Klang meiner standfesten und eleganten Töne erinnern an die schönen und gefährlichen Sirenen der Odysseus-Sage.
Böswillige Zungen behaupten, dass ich mit meinen wunderbar gezogenen Tönen wie ein Esel klinge! Als Teamspielerin kann ich mich mit hohen und tiefen Lagen arrangieren und stehe zwischen den Trompeten und dem Bassregister. Im Orchester erkennt man mich am Posaunenzug, mit dem die Töne gezogen werden - im Gegensatz zur Trompete oder Tuba, die Tonhöhen durch das Drücken von Ventilen ändern.
Weil ich nicht gedrückt werde, fühle ich mich allerdings manchmal einsam und übernehme einfach die Gesangsstimme.

(Olivia Gippner)

Foto: Christel Kuke
Foto: Christel Kuke

Die Bässe

Schlagzeug & Percussion

Cooler groove & smarter drive: Das Drumset schnurrt als pulsierender Motor dezent aus dem Hintergrund und liefert schlagfertige Einsätze und Akzente.

Die Percussion-Instrumente locken das Publikum in anregende Sphären: Von glockigen Märchenwelten bis in tänzerisch-perkussive Erdverbundenheit.

 

(Barbara Tzschätzsch)

Fotos: Christel Kuke

nächste Auftritte

Herbstkonzert

Sonntag, 12.11.2017, 18 Uhr

WABE

Danziger Str. 101

10405 Berlin-Prenzlauer Berg

Kontakt und Anfahrt (bitte hier klicken)

Eintritt:

Abendkasse: 10 €/erm. 8 €

5 € Kinder bis12 Jahre

Kinder unter 6 Jahren frei

 

Auch diesmal können wir für unseren Verein "Frauenblasorchester Berlin e.V." 1000 € von der
Ing-DiBa erhalten, wenn wir Dank Eurer tatkräftigen Unterstützung genug Stimmen erhalten!


Das Geld soll diesmal h&b bei seiner Reise nach Frankreich 2018 unterstützen!

Geht auf den Link und votet bis zum 7.11.17 was das Zeug hält.
Mobilisert Eure PartnerInnen, FreundInnen, Verwandten und Bekannten für uns zu stimmen!

https://www.ing-diba.de/verein/app/club/societydetails/c2eea2ff-b87b-4393-8d7d-a2c52c4a9cee

Los gehts!

Vakanz

Wir freuen uns über:
1 Posaunistin
1 Schlagzeugerin
1 Percussionistin
mit fortgeschrittenem Spielniveau 

Besuchen Sie auch unser zweites Orchester, das

aktualisiert:13.10.2017